T(R)ichu

Eine Variante zu Dritt von Janus Staecker aus München.

Wer Tichu und Bridge kennt, der kommt auch hier schnell zurecht.

Die Karten werden wie gewohnt für vier Spieler ausgegeben. Der Geber ist Alleinspieler. Er bildet mit einer fiktiven gegenübersitzenden Partnerin, "Tisch" (nicht zu verwechseln mit Christoph Tisch) genannt, ein Team. Seine Gegenspieler dürfen nach acht Karten ein grosses Tichu ansagen, Geber und Tisch leider nicht.
Sind alle Karten ausgeteilt, darf der Geber sich nebst seinen eigenen auch die Tischkarten anschauen. Er bestimmt je zwei Karten zum Schupfen – geschupft wird nur mit den Gegenspielern.
Nach dem Schupfen legt der Alleinspieler die Tischkarten für alle sichtbar offen aus. Er bestimmt über die Spielweise der Tisch.
Das kleine Tichu darf wie gewohnt bis zum Ausspiel der ersten eigenen Karte geboten werden, auch im Namen der Frau Tisch. Für das Tichu-Nanjing-Spiel gilt eine einzige Änderung: die Tisch muss den Wunsch des Mah Jong nicht erfüllen.

Die Wertung verläuft exakt wie bei Tichu zu viert. Die erreichten Punktzahlen der beiden Teams sind aber für jeden Spieler in einer eigenen Rubrik sowie in einer vierten Rubrik "Tisch" zu notieren. (Z.B. je 60 Punkte für A und B, 40 Punkte für C und Tisch).
Nach jedem Spiel wechselt der Alleinspieler. Wer nach neun Spielen vorne liegt, gewinnt.
Eine abweichende Dreierzahl von Spielen könnt ihr ohne Schaden vorher vereinbaren. Von der Siegbedingung 1000 Punkte raten wir aber dringend ab, in einer klugen Runde gewinnt sonst unweigerlich Frau Tisch.